Bayerisches Kultusministerium bei Umweltpapier vorbildlich

Greenpeace Regensburg erfolgreich in Sachen Recyclingpapier

Themengebiet:
Wälder

Regensburg, 11.10.2017

 

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst druckt ab diesem Schuljahr alle Infomaterialien, Broschüren und Flyer auf Recyclingpapier. Bereits im Juli erschien die erste Ausgabe des Magazins „Schule und wir“ auf Papier mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“.

Auslöser waren Gespräche mit Ehrenamtlichen von Greenpeace aus Bayern. Wolfgang Feiner, einer der Umweltschützer aus der Greenpeace-Gruppe Regensburg erklärt dazu: „Ich freue mich sehr, dass unsere Forderungen bei den Vertretern des Kultusministeriums auf offene Ohren trafen. Der Umstieg auf umweltfreundliches Recyclingpapier war ein großer und wichtiger Schritt und gelang schnell und unproblematisch. Weitere Ministerien sollten diesem guten Beispiel folgen“. Zudem ist die Bewerbung der Schulhefte aus Recyclingpapier auf der Homepage des Ministeriums: www.km.bayern.de/allgemein/meldung/3658/mit-dem-blauen-engel-in-die-schule-starten.html. zu finden.

Anders als bei Frischfaserpapier hilft die Produktion von Recyclingpapier bei der Erhaltung der Wälder, benötigt keine Bleiche mit Chlorverbindungen, verbraucht deutlich weniger Energie, setzt weit weniger Chemikalien ein, belastet Abwasser und Luft geringer, reduziert die Müllberge und findet meist in Deutschland statt. So bleiben qualifizierte Arbeitsplätze erhalten.

In den letzten Jahrzehnten erhöhte sich die Einsatzquote von Recyclingpapier in Deutschland jährlich um etwa einen Prozentpunkt und erreichte 75 Prozent im Jahr 2016. Laut dem „Papieratlas“ der „Initiative pro Recyclingpapier“ lag die Quote bei den größeren Städten sogar bei 86 Prozent. Für Bundesbehörden wird bis 2020 ein Anteil von mindestens 95 Prozent Recyclingpapier angestrebt.