Dritter Nationalpark für Bayern

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Ein dritter Nationalpark für Bayern soll kommen. Greenpeace Regensburg informiert und beteiligt sich an Suche und Auswahl des Gebietes.

Waldschutz in Bayern

Bayern hat als waldreichstes Bundesland eine große Verantwortung bei der Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie. Diese sieht vor, bis 2020 zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche aus der forstlichen Nutzung zu nehmen und einer natürlichen Entwicklung zu überlassen.  Bisher sind erst etwa 2,7 Prozent der öffentlichen Waldfläche Bayerns streng geschützt.

Nationalparks sind Orte der Begegnung für Mensch und Natur, sie sind Lebensräume für viele selten gewordene Arten und bringen viel Positives in ihre Region

  • Stärkung des Tourismus
  • Nationalpark schafft Arbeitsplätze
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Natur Natur sein lassen

Aktuelle Suchräume für den dritten Nationalpark

Greenpeace Regensburg unterstützt die Zusammenschlüsse Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V., Förderverein Nationalpark Ammergebirge e.V. und Freunde des Spessarts.

Spessart

Der Norden des bayerischen Spessart zählt mit seinen über 400-jährigen Eichen und weit über 180-jährigen Buchen zu den ältesten und schönsten Wäldern Mitteleuropas.

Steigerwald

Der Steigerwald beheimatet für Bayerns Wirtschaftswälder überdurchschnittlich alte Buchenbestände, die zu den ökologisch wertvollsten in Deutschland gehören.

Ammergebirge

In den 2.200 m hohen Bergwäldern des Ammergebirges besteht noch die naturnahe Baumartenzusammensetzung aus Fichte, Kiefer, Buche und Tanne. Die Bergmischwälder haben eine hohe Stellung aus Sicht des Arten- und Biotopschutzes.

Weitere Gebietsdiskussionen

Rhön - in der Rhön ist es eine Herausforderung, große zusammenhängende naturnahe Waldflächen in öffentlichem Besitz zu finden, die sich für einen Nationalpark eignen würden.

Die Donauauen zwischen Lechmündung und Ingolstadt.

Kelheim mit ökologisch wertvollen Auwäldern sowie lange bestehenden Naturschutzgebieten und Naturwaldreservaten.

Sowohl in den Donauauen wie auch bei Kelheim sind die möglichen Gebiete sehr zersplittert und es kann schwierig sein, eine Nationalparkkulisse auf Staatswald mit 10.000 Hektar abzudecken.

Nähere Informationen zu den einzelnen Suchräumen finden Sie in den weiterführenden Links.

Greenpeace fordert:

  • Einen transparenten und unabhängig moderierten Dialogprozess mit der Bevölkerung aktiv voranzutreiben
  • Sachliche Informationen rund um das Thema Nationalpark bereitzustellen
  • Gemeinsam mit der Bevölkerung und deren Vertretern Konzepte für mögliche Interessenskonflikte zu erarbeiten und vorzustellen (z.B. zum Thema Holzrechte)

Weiterführende Links

Der 3. Nationalpark beim Bayer. Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Zum Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V.
Zum Förderverein Nationalpark Ammergebirge e.V.
Zu den Freunden des Spessarts