Für pestizidfreies Regensburg!

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Online-Umfrage und Protestpostkarte - Greenpeace setzt sich gemeinsam mit anderen Vereinen und Verbänden für ein bienenfreundliches und pestizidfreies Regensburg ein. Machen Sie mit!

Seit Oktober 2015 recherchiert Greenpeace Regensburg in punkto Pestizideinsatz auf Flächen der Stadt Regensburg. In dieser Sache haben sich mittlerweile viele weitere Umwelt-, Tierschutz-und Soziale Initiativen angeschlossen und setzen sich nun gemeinsam für eine „Pestizidfreie und bienenfreundliche Kommune Regensburg“ ein.

Unter ihnen sind der BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Stadt und Landkreis Regensburg, der Bienenzuchtverein Regensburg 1880 e. V., der Imkerverein Regensburg 1952 e.V. (beide Teil des Landesverbandes Bayerischer Imker e.V.), Transition Regensburg sowie der LBV Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Regensburg.

Nach einigen Briefwechseln, sowohl mit unserem vormaligen Oberbürgermeister Herrn Wolbergs als auch mit seinen stellvertretenden Amtskollegen, Frau Schwarzfischer und Herr Huber, konnte Folgendes in Erfahrung gebracht werden: Die Stadt Regensburg verzichtet seit kurzem lobenswerterweise auf den Einsatz von Glyphosat auf Flächen eigener Zuständigkeit.

Jedoch hat der zuständige Fachausschuss des Stadtrates am 07.07.2016 beschlossen, auf ein generelles Anwendungsverbot, insbesondere auf städtischen Flächen, die an Dritte vermietet sind, zu verzichten. Ferner wird im städtischen Weinberg noch immer mit chemisch-synthetischen Fungiziden gearbeitet.

Es erscheint widersprüchlich, dass die Stadt zwar Maßnahmen entwickelt hat, um auf umweltgefährdende Pestizide, wie das Totalherbizid Glyphosat, zu verzichten, von einer Anwendung dieser Maßnahmen auf verpachteten Flächen hingegen absieht. So bleibt das Gartenbauamt der Stadt auch im Fall der Mehltaubekämpfung weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, wenn es noch immer auf chemisch synthetische Fungizide, anstatt auf biologische Alternativen setzt.

Aus Sicht unseres breiten Bündnisses für eine pestizidfreie und bienenfreundliche Kommune Regensburg ist dieses Vorgehen weder nachvollziehbar noch akzeptabel. Um im weiteren Fortgang den öffentlichen Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen, wurde nun eine Protestpostkarte erstellt. Siehe nachfolgender Text:

DIE STADT REGENSBURG HAT DIE WAHL
Für eine pestizidfreie und bienenfreundliche Kommune

Sehr geehrte Damen und Herren des Regensburger Stadtrates,

die Vielfalt der Arten geht weiter zurück. Die Bestände von Pflanzen und Tieren schrumpfen, auch durch den Einsatz von Pestiziden. Politische Programme zum Schutz der biologischen Vielfalt scheitern oft wegen unkonkreter Ziele, lückenhafter Umsetzung oder unzureichenden finanziellen Mitteln. Umso wichtiger, dass Kommunen selbst die Initiative für eine Flächenpflege ohne Gifte ergreifen!

Ich fordere Sie daher auf:

  • Verbieten Sie den Einsatz von bienengefährdenden Pestiziden und Glyphosat auch auf den verpachteten Flächen der Stadt Regensburg
  • Verzichten Sie auf chemisch-synthetische Fungizide gegen Mehltau im Weinberg der Stadt
  • Setzten Sie sich für eine „pestizidfreie Kommune“ ein und verzichten Sie damit auf alle chemisch synthetischen Pestizide

Diese Protestpostkarte kann ab sofort jeden Montag von 19:00-21:00 Uhr im Plenum unserer Greenpeace-Gruppe im Taubengässchen 1 oder bei all den Unterstützern der pestizidfreien Kommune Regensburg und bei diversen Infoständen in der Stadt,  vor allem an unserem Stand beim Bürgerfest unterzeichnet werden. Unser Ziel ist es, mit einer breiten Öffentlichkeit der ohnehin nicht mehr weit entfernten gänzlichen Pestizidfreiheit Regensburgs näher zu kommen und damit ein Zeichen für Artenvielfalt und Biodiversität zu setzten.

Machen auch Sie mit und helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, die pestizidfreie und bienenfreundliche Kommune Regensburg durchzusetzten.

Sie können auch bei unserer Online-Umfrage teilnehmen.

 

Publikationen

Weiterführende Links

Online-Umfrage: Mitmachaktion - Ihre Stimme für ein pestizidfreies Regensburg.

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